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17. - 18. November 2018


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Freigeschaltet am 04.06.18 14:27  
Comic-Salon Erlangen 2018
Hallo, ihr Lieben! Der Comic-Salon Erlangen ist nun vorüber und wir sind zurück im heimischen Ländle. Wir hatten eine großartige Zeit und waren extrem überrascht, wie viele liebe Freunde, die wir seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen hatten, an unserem Künstlertisch vorbeigeschaut haben. Wir haben uns sehr gefreut, euch alle wieder zu sehen! Es war mega schön mit euch zu quatschen, uns auszutauschen und zu erfahren, was in eurem Leben vor sich geht. Wir danken euch für eure Offenheit, Treue und Liebe und dafür, dass ihr uns den Mut gebt, weiter zu machen.

Auch unsere Tischnachbarn Nikkol und Lo von Erinys waren großartig: mit euch macht einfach jede Veranstaltung Spaß – ganz egal, wie sie läuft – und wir hoffen, dass wir auch in Zukunft das Vergnügen haben werden, eure Standnachbarn zu sein.

Außerdem danken wir allen, die sich für unsere Arbeit interessierten und hoffen, dass unser Herzensprojekt "Wohin Du Willst" in euch neue Leser und Fans finden wird.











Natürlich waren nicht alle unsere Erfahrungen durchweg positiv. Viele der Stickerjäger (ein klassisches Phänomen des Comic-Salons) sind uns durch ihre sehr dreiste und unhöfliche Art extrem auf die Nerven gegangen. Am dritten Tag war der Frust über diese Individuen so groß, dass auch der eine oder andere Unschuldige von Adroth angeraunzt wurde. Falls das der Fall gewesen sein sollte, entschuldigt sie sich dafür. Aber nicht bei denen, die zurecht angefaucht wurden – da bereut sie gar nichts. Absolut. Gar. Nichts.

Wir sind zudem ganz froh darüber, dass ein paar liebe Menschen ehrliches Interesse an unseren Projekten zeigten, denn das vorherrschende Desinteresse an unserer Arbeit (ganz besonders am ersten und zweiten Tag des Comic-Salons) hatte uns schwer getroffen. Umso dankbarer sind wir für die schönen Abende mit unseren lieben Freunden Nikkol, Lo, Alex und Erik, die uns unsere Sorgen vergessen ließen und uns mit neuer Energie erfüllten. Wir danken euch vom ganzen Herzen.

Im Großen und Ganzen hatten wir eine schöne und spannende Zeit auf dem Comic-Salon Erlangen mit allen dazugehörigen Hochs und Tiefs. Wir hoffen, dass wir auch in zwei Jahren wieder mit dabei sein können, freuen uns aber, wenn wir all die freundlichen Menschen und unsere Freunde schon bald auf anderen Messen (und natürlich auch außerhalb) sehen werden.

Wir knuffzerln, knuddeln und umarmen euch: ihr seid spitze!
Eure Shin und Adroth

PS: Wir entschuldigen uns für die Verwirrung bezüglich der Position unseres Künstlertisches. Am Ende landeten wir ja doch nicht in einem der Zelte sondern im Schlossfoyer – da hatten wir wohl was verpennt. Wir freuen uns aber riesig, dass ihr trotzdem den Weg zu uns gefunden hattet.


Freigeschaltet am 30.05.18 15:43  
"Spiel mich!"
Das Comic Sammelkartenspiel
Rechtzeitig zum Comic Salon in Erlangen erscheint die erste Ausgabe des Comic Sammelkartenspiels "Spiel mich!", das von der Comic Solidarity ins Leben gerufen und von 49 Kreativen umgesetzt wurde. Die erste Edition besteht aus 106 Motiven.


Einfach magisch: Die Katzhörnchen-Karte könnt ihr bei uns auch mit Glitzereffekt kaufen!
(Solange der Vorrat reicht)


Auch wir haben unseren Senf dazugegeben. Neben dem Katzhörnchen haben wir zwei "Wohin Du Willst" Sammelkarten vorbereitet und haben uns nicht einmal davor gescheut, uns selbst auf die Karte zu klatschen. Jetzt können wir mit uns selber spielen! (Ein Schelm, wer Böses dabei denkt :-P)


Das Spiel erscheint wie folgt:
+ als Einzelkarten bei den jeweiligen Künstlern
+ im Booster Pack mit 20 Zufallskarten (erhältlich am Stand der Comic Solidarity)
+ die seltenen Chase Karten erhaltet ihr nur in den Booster Packs

Zum Spielen braucht ihr nur 18 Karten und einen Sechserwürfel (Duell) oder 32 Karten mit Vierer-Paaren (Quartett / Supertrumpf). Mit gerade mal 9 Karten kann man sich bereits d-d-duellieren!

Auf dem Comic Salon finden im Übrigen auch zwei Turniere statt, in denen ihr eure taktischen Fähigkeiten gegen andere Spieler erproben könnt!

Spiel mich! x B1TST0RM – Day
Freitag, 1.6.2018, 18 Uhr
Comic Salon, C102 Comic Solidarity Bühne

Spiel mich! x B1TST0RM – Night
Freitag, 1.6.2018, 21 Uhr
Kulturzentrum E-Werk Erlangen

Die genaue Spielanleitung, alle Karten im Überblick und noch mehr nützliche Infos zum Sammelkartenspiel "Spiel Mich!" findet ihr unter comicsolidarity.de

Wir d-d-duellieren uns in Erlangen!
Eure Shin, Adroth und Gnogh


Freigeschaltet am 29.05.18 02:42  
Wir gehen zelten!
Vom 31. Mai bis 3. Juni findet ihr uns im Foyer des Erlanger Schlosses auf dem Comic Salon Erlangen. Wir freuen uns schon riesig und können es kaum abwarten alte Freunde wieder zu sehen und neue spannende Bekanntschaften zu schließen!

Biszudann!
Eure Shin, Adroth und Gnogh

PS: Die Bäumchen im Hintergrund unserer Illustration stammen von Rudy und Peter Skitterians: vielen Dank, ihr beiden! Auf ihrer Website skitterphoto.com findet ihr zahlreiche wunderschöne Bilder, die ihr für eure kreativen Arbeiten nutzen könnt. Es lohnt sich vorbeizuschauen!


Freigeschaltet am 22.05.18 10:56  
Wo alles beginnt
Kaum zu glauben, aber "Wohin Du Willst" startet in einer weit entfernten Welt jenseits der Grenzen Baden-Württembergs in dem wunderschönen Ort Rudolstadt.
Unsere Suche nach dem passenden Ausgangspunkt der Geschichte hatte schon vor ein paar Monaten begonnen. Nach einer Recherche im Internet und der Durchsicht aller Burgen und Schlösser, die wir bis dahin bereits besucht hatten, stießen wir auch auf Schloss "Heidecksburg" und stellten fest, dass es tatsächlich als Setting für das erste Kapitel von "Wohin Du Willst" funktionieren könnte.

Anfang April fuhren wir nach Rudolstadt, um uns das Schloss genauer unter die Lupe zu nehmen, und waren uns nach einer Schloss-Führung und der gründlichen Erkundung aller zugängiger Räumlichkeiten und Winkel sofort einig: Hier waren wir richtig.

Im weiteren Verlauf des Monats April skizzierten wir grob alle Seiten vor, in denen Szenen auf Schloss "Heidecksburg" eingebunden werden würden und planten die ungefähre Position der Charaktere und der Hintergründe. Mit diesen Vorentwürfen reisten wir am vergangenen Samstag nochmals nach Rudolstadt und haben nun genug Material, um Teile von der Stadt und die Räumlichkeiten des Schlosses für die Hintergründe nachzubilden. Nun kann das Zeichnen an den ersten fünfzehn Comicseiten endlich beginnen – wir sind so aufgeregt!



Freigeschaltet am 18.05.18 13:33  
Allgemeine Handelssprache:
Buchstabe für Buchstabe


Hier seht ihr den aktuellen Stand unseres Zeichensatzes für die allgemeine Handelssprache. Die einzelnen Zeichen sind zwar noch nicht ganz ausgereift, folgen aber mittlerweile bestimmten Regeln und Schemata. Als Nächstes werden wir prüfen, ob die Buchstaben optisch miteinander harmonieren und zusammen ein schönes Schriftbild ergeben. Mehr dazu gibt es aber erst in den kommenden Wochen ;-) Bis bald!




Freigeschaltet am 15.05.18 20:54  
Allgemeine Handelssprache
der Mani

Wie ihr bereits mitbekommen habt, müssen wir viele Dinge parallel zueinander ausarbeiten. Der Grund dafür ist, dass bei der Entwicklung einer komplett neuen Welt alles miteinander zusammenhängt und ineinander übergreift. Auch der Faktor Zeit spielt dabei eine Rolle: Wenn man verschiedene Themen miteinander kombinieren kann, tut man das, um ein wenig Zeit zu sparen.

Die allgemeine Handelssprache beschäftigt mich schon seit Jahren, aber ich bin nie besonders weit damit gekommen. Das hängt vermutlich damit zusammen, dass ich mich immer nur stückeles damit beschäftigt hatte. Immer wieder notierte ich mir die eine oder andere Kleinigkeit und mit der Zeit hatte sich ein ganzer Haufen Aufschriebe angesammelt. Als Shin und ich uns wieder an das Thema heranzutasten begannen, entschied ich mich, meine alten Aufzeichnungen wieder auszubuddeln, musste aber sehr schnell feststellen, dass sie in meinem Arbeitschaos verschollen waren (und immer noch sind). Ja. Sie sind nicht mehr auffindbar. Zuerst ärgerte ich mich extrem darüber, aber mittlerweile denke ich: "Sei's drum." Ich habe während der letzten Wochen ein gänzlich neues Gefühl für die allgemeine Handelssprache entwickelt und deshalb packen Shin und ich die ganze Sache jetzt ganz einfach vom Neuen an.

Sprache ist für jeden von uns allgegenwärtig. Viele beherrschen neben ihrer Muttersprache mindestens noch eine Fremdsprache oder einige mehr. Die Sprache per se ist ein sehr komplexes Thema und beeinflusst alle unsere Lebensbereiche, aber vor allen Dingen beeinflusst sie unsere Sicht auf die Welt und unsere Denkweise.
Sprache ist nicht nur eine Kombination aus Worten, die sich zu Sätzen zusammenfügen – viel mehr ist sie ein Zusammenspiel aus allem, was wir sind. Die Worte, die ich wähle, sind nur ein kleiner Bruchteil meiner Botschaft. Meine Intonation, Mimik und Körperhaltung, ja sogar der Abstand, den ich zu meinem Gegenüber wahre – das alles zusammengenommen ergibt erst ein schlüssiges Bild. Eine andere Frage ist natürlich, ob mein Gesprächspartner mich richtig lesen kann, denn abhängig von seinem und meinem Kulturkreis müssen wir gegebenenfalls erst lernen, einander richtig zu verstehen, selbst wenn es keine offensichtliche Sprachbarriere zwischen uns zu geben scheint.

Die allgemeine Handelssprache setzt sich hauptsächlich aus den drei Sprachen "кузэмбаба" (die Sprache der Vorfahren), "Moistakheel" (Gnomisch) und "Nuiwi" (Fentisch) zusammen und beinhaltet Elemente aus dem Deutschen, Französischen und Englischen. Die Einflüsse aus dem Deutschen und Französischen stammen von den Feen und Fents, die im Verlauf der Altatranischen Geschichte auf die Erde geflohen waren und nach einigen Jahrhunderten wieder aus ihrem Exil zurückkehrten. Englische Worte flossen mit dem verstärkten Zulauf der Menschen auf Altatran ebenfalls in die allgemeine Handelssprache mit ein.

Gestern meinte Shin, dass die allgemeine Handelssprache sehr emotionslos wirkt. Aber ich glaube, dass das nur auf den ersten Blick so scheint. Wenn ich an der allgemeinen Handelssprache arbeite, fühle ich mich an meine Japanischkurse in Kansas City erinnert. Da hieß es auch immer: Wenn man versucht, einen Japanischen Text stumpf ins Englische zu übersetzen, kommt nur gequirlte Scheiße dabei heraus. Bei der Übersetzung aus dem Japanischen ist man gezwungen zwischen den Zeilen zu lesen und muss extrem auf den Gesamtkontext achten. Daraufhin habe ich ein kleines Schreibexperiment gestartet und einen Text auf Deutsch verfasst, allerdings so, wie er auf der allgemeinen Handelssprache wirken würde:

Viele Jahre vergehen,
doch ich sehe mich um und habe immer noch das Gefühl,
als sei ich erst seit gestern hier.
Alles ist anders und doch wie immer.

Ständig trage ich all die Erinnerungen bei mir,
die niemals verblassen, obwohl sie der Vergangenheit angehören.
Wir können uns niemals mehr auseinanderleben,
so sehr haben wir uns lieb gewonnen -
und auch in den entlegensten Winkeln des Universums
denke ich an euch.

Aber nun muss ich gehen. Ich kann nicht anders -
ich löse mich, auch wenn mich der Abschied sehr schmerzt.
Ihr gebt mir das Gefühl von Heimat an diesem Ort -
früher noch eine Zuflucht, heute ein hübscher Käfig.
Draußen ist die Luft so frisch -
lasst mich noch ein wenig atmen und ich verspreche euch,
eines Tages kehre ich zurück.

Meine Lieben, vergießt jetzt keine Tränen:
Die Trennung ist nur von kurzer Dauer,
wenn ihr mit Frohsinn in die Zukunft schaut.
Muss ich ein Lächeln aus euch herauskitzeln?
Auch meine Augen brennen und sind schon ganz rot.

Wir bleiben alle auf dieser Welt, das wisst ihr doch.
Dieser Planet, verglichen mit dem Weltall,
ist nur eine winzige Kugel, die im Handumdrehen umrundet ist.
Alles kehrt zurück über kurz oder lang.


Für mich persönlich steckt dieser Text voller Emotionen, auch wenn er auf den ersten Blick eher plump erscheint. Da ich die Charaktere kenne, die zwischen den Zeilen dieses Textes verborgen sind (und auch ihr lernt sie schon sehr bald kennen – sie sind alle unglaublich liebenswert), empfinde ich eine unbeschreibliche Trauer, wenn ich den Text wiederholt lese. Ich weiß nicht, wie unsere Lektorin das empfindet: Steffi, erstes Kapitel – Du weißt ja wahrscheinlich schon, aus wessen Sicht der Text geschrieben ist, oder? Fühlst Du Dich emotional irgendwie angesprochen? Oder eher "meh"? Boah, ich krieg gerade voll Bock jemanden zu umarmen...

Das Coole an der allgemeinen Handelssprache ist, dass es in ihr keine Vergangenheits- oder Zukunftsformen gibt, und auch nach komplizierten Fällen würdet ihr hier vergeblich suchen. Eine der einfacheren Regeln ist, dass Worte und Wortkombinationen der Zeitbestimmung (heute, gestern, morgen, in der Zukunft, früher, in der Vergangenheit) immer ganz an den Anfang des Satzes gesetzt werden. Das bedeutet zwar auch, dass es für all diejenigen, die neu in ein Gespräch mit einsteigen, schwieriger ist festzustellen, worum es gerade geht, aber über den Kontext im weiteren Verlauf des Gespräches werden auch sie ihre richtigen Schlüsse ziehen können.

Auch haben wir uns mit Shin darauf geeinigt, dass es in der allgemeinen Handelssprache keine Groß- und Kleinschreibung geben wird. Eigennamen allerdings erhalten ein Apostroph über ihrem Anfangsbuchstaben. Wie genau das alles aussehen wird, wissen wir aber noch nicht.

Die Verben in der allgemeinen Handelssprache haben immer eine klar erkennbare Form und bleiben stets unverändert. Jedes Verb endet mit einem "ть" (ein weiches "t"). Andere Wortarten gibt es mit dieser Endung nicht. Hier ein paar Beispiele für Verben: бабать (reden), зить (sein), хочить (wollen) oder грюмить (weinen). Verneint werden die Verben mit einem einfachen "ни", welches vor das zu verneinende Verb gesetzt wird.

"че бабать" bedeutet also, je nach Kontext, "ich rede", "ich redete" oder "ich werde reden"
"че ни бабать" dementsprechend "ich rede nicht", "ich habe nichts gesagt" oder "ich werde nichts sagen".

Festgelegt haben wir auch, dass es in der allgemeinen Handelssprache drei sehr essenzielle Worte gibt, die zu keiner der bestehenden Wortgruppen gehören. Das wären:

я – Fragewort (gesprochen "ja")
то – Feststellung, eine unumstößliche Aussage (gesprochen "to")
ха – Ausrufewort (gesprochen wie das "ha" beim "Hamster)

Mit dem Fragewort "я" kann man aus jedem Satz eine Frage machen, indem man es einfach ans Ende des Satzes anhängt:

1. "че хочить тош." (Ich will das.)
2. "ааh… че хочить тош я." (Hm… Will ich das?)
3. "че хочить тош я?" (Will ich das?)

Die Sätze zwei und drei bekommen durch die Intonation eine etwas andere Bedeutung. Beim zweiten Satz werden ein Zweifel bzw. eine Überlegung ausgesprochen: "Will ich dieses Ding wirklich? Brauche ich das? Ich bin mir nicht sicher, aber ich bin noch am Schwanken… Vielleicht brauche ich es ja doch?" Die Stimme bleibt dabei gleichmäßig.
Beim dritten Satz wird die Stimme bei dem "я" am Ende des Fragesatzes etwas gehoben, um eine deutliche Frage zu formulieren. Bei diesem Beispiel ist der Sprecher sich hundertprozentig sicher, dass er das, was ihm angeboten wird, nicht will, auch wenn der Verkäufer ihn vom Gegenteil zu überzeugen versucht:

Verkäufer: "май май! двиче хочить тош то!" – "Ja ja! Du willst das unbedingt haben!"
Käufer: "че хочить тош я?" – "Will ich das?" (Ausdruck von Skepsis)

Die beiden Worte "то" und "ха" funktionieren nach demselben Prinzip wie das Fragewort "я" und werden auch bei Bedarf ans Ende eines Satzes angehängt:

1. "двиче зить мудвой." – "Du bist müde."
2. "двиче зить мудвой то." – "Du bist müde." (Feststellung: Du bist müde, geh schlafen)
3. "двиче зить мудвой ха." – "Du bist ja jetzt schon müde…" (vorwurfsvoll)
4. "двиче зить мудвой ха?" – "Bist Du jetzt schon müde, oder was?" (erstaunt, überrascht)

Die Worte für Feststellung, Frage und Ausruf können im Übrigen auch für sich allein in einem Satz stehen:

"я." – nachdenkliches "Hm"
"я?" – "Hm?", "Was?"
"то, то." – "Doch, doch."
"ха..." – "Oha…"
"я ха?!" – "Was zum...?"

Auch die Personalpronomen haben wir schon festgelegt, allerdings nur im Nominativ. Was wir mit Akkusativ, Genitiv und Dativ anstellen, müssen wir uns noch gaaanz genau überlegen… Ihr wisst ja: Fälle waren in der allgemeinen Handelssprache nicht mit eingeplant.

ich – че
du – двиче
er – двичек
sie – двичка
es – двичко
wir – симче
ihr – симдиче
sie – двички

Hier wird im Übrigen die Einstellung der Mani zu ihren Gesprächspartnern deutlich: Das Wort "че" bedeutet zum einen "ich", zum anderen kann es aber auch mit "Wesen" und als die Zahl "eins" übersetzt werden. Man könnte meinen, dass man sich damit automatisch in den Mittelpunkt rückt, doch anders als in der Sprache der Shée, in der nur zwischen "ich" und "nicht ich" unterschieden wird, zeigen Mani bereits über ihre Sprache Verbundenheit und Dazugehörigkeit zu ihrer Umgebung. "двиче" zum Beispiel setzt sich aus den Worten "дви" (die Zahl zwei) und "че" zusammen, was so viel bedeutet wie das "zweite ich". Damit vermittle ich sprachlich, dass ich mich mit meinem Gesprächspartner auf die gleiche Augenhöhe begebe und ihn so behandeln werde, wie ich selber gern behandelt werden möchte. Nach dem gleichen Prinzip funktioniert auch das Wort "симче" für "wir". "сим" bedeutet "sieben". Die Idee mit den "sieben ichs" habe ich ursprünglich aus dem Russischen entliehen. In meiner Muttersprache gibt es nämlich das Wort "семья". Es bedeutet übersetzt "Familie" und ich hatte mir eigentlich noch nie wirklich Gedanken bei der Benutzung dieses Wortes gemacht, bis ich irgendwann realisiert hatte, woraus sich "семья" zusammensetzt. "семь" ist die Zahl sieben und "я" bedeutet im Russischen "ich". Auf einmal machte dieses Wort so unglaublich viel Sinn! Ich war so begeistert, dass ich es in die allgemeine Handelssprache übertragen musste – und so wurde dieses Prinzip auf die Personalpronomen angewandt.

Aktuell arbeiten Shin und ich mit einer Zeichenmischung aus dem Russischen und Deutschen Alphabet, mussten aber feststellen, dass wir die einzelnen Zeichen der allgemeinen Handelssprache noch vor Seite 28 des ersten Kapitels fertig haben sollten, da hier zum ersten Mal in der Handelssprache gesprochen wird und der kyrillische Zeichensatz nicht dazu ausreicht, alle nötigen Laute darzustellen. Das Alphabet der allgemeinen Handelssprache setzt sich aus 33 Buchstaben und einem Weichzeichen zusammen, dessen Anwendung 17 zusätzliche Aussprachmöglichkeiten der Konsonanten ermöglicht. Okay, wenn ich mir das so anschaue gerade… Heilige Scheiße. So ganz einfach ist die Sprache jetzt doch nicht geworden, aber so wie Shin das gestern bereits schulterzuckend sagte: "Sprachen sind so."

Viel Arbeit liegt noch vor uns, aber es entwickelt sich doch ganz interessant. Im nächsten Blogeintrag werden wir gegebenenfalls über die Adjektive und den genauen Satzbau sprechen – mal sehen, wie weit wir bis Freitag kommen :-)

Knuddels und Umarmungen, ihr Lieben!
Eure Adroth und Shin


Freigeschaltet am 14.05.18 08:21  
Eine Reise ins Ausland -
Fantasy Basel 2018


Vom 10. bis 12. Mai waren wir mit einem Künstlertisch auf der Fantasy Basel in der Schweiz und haben neben dem Verkauf verschiedener Postkarten und Plakate (viele der Produkte könnt ihr in unserem Etsy-Onlineshop bestellen) auch "Wohin Du Willst" vorgestellt.
Während der drei Tage hatten wir viel erlebt, schöne neue Orte gesehen und mit tollen Menschen gesprochen. Wir danken allen, die an unserer Arbeit interessiert sind und hoffen, dass ihr euch von "Wohin Du Willst" habt begeistern lassen - danke fürs Zuhören und Weitererzählen! Wir freuen uns auf neue Leser und treue Fans und hoffen auf Unterstützer auf patreon.com/karrakula.

Unsere Tischnachbarn im Kleinausstellerbereich der Messe waren und sind allesamt wunderbar. Mit Erinys, Livinja.art und Owley hatten wir nicht nur spannende und lustige Unterhaltungen geführt, sondern auch Comics und Essen ausgetauscht, und auch wenn wir zum Abend hin immer etwas müde waren, wurde es uns niemals langweilig.



Nun wollen wir noch ein paar Worte zu der Organisation von Fantasy Basel verlieren. Noch bevor wir der Einladung zu dieser Veranstaltung gefolgt waren und uns einen Tisch gemietet hatten, hatten wir bereits einiges an negativer Kritik von Künstlern mitgekommen, die schon im letzten Jahr vor Ort waren, entschieden aber, unsere eigenen Erfahrungen zu machen. Leider waren diese Erfahrungen nicht besonders positiv. Als Kleinaussteller fühlte man sich nicht ernst genommen und in die am weitesten entfernte Ecke der Messehalle verfrachtet. Der Kleinkünstlerbereich sah von Weitem leer und verlassen aus und wurde von vielen Besuchern nicht einmal als Messebereich erkannt. Gespräche mit den Verantwortlichen erweckten den Anschein, dass die Probleme schon länger bekannt waren, gefühlt aber keinen der Veranstalter interessierten. Im Vergleich zu anderen Cons wurden wir im Anschluss an das Event nicht nach unserer Meinung gefragt und auch während der Veranstaltung zeigten die Organisatoren kein Interesse daran, wie es bei den Künstlern im Bereich 616 überhaupt lief. Gesprochen von dem Bereich 616: Noch nicht einmal Tischnummern wurden hier vergeben, was vor allem in der Aufbauzeit für Chaos und Verwirrung gesorgt hatte. Zum Glück kümmerten sich ein paar der Kleinaussteller um die Aufstellung der Tischreihen, da sich die Verantwortlichen nicht dazu in der Lage oder verpflichtet sahen.

Trotz grober Mängel seitens des Veranstalters von Fantasy Basel hatten wir eine sehr schöne und interessante Zeit. Die Messestände waren abwechslungsreich, die Besucher super lieb und Basel schlichtweg wunderschön. Unsere Reise in die Schweiz hat sich auf jeden Fall gelohnt.


Freigeschaltet am 10.05.18 01:27  
Speedpaint #002
Iohaan Hrupek
Heute stellen wir euch ein neues Speedpaint-Video vor: Adroth zeichnet "Iohaan Hrupek", einen wichtigen Nebencharakter, der im späteren Verlauf von "Wohin Du Willst" hinzukommen wird. Da wir an vielen Stellen entwurfstechnisch vorgreifen müssen, haben wir schon jetzt mit seiner Überarbeitung begonnen.

Später wird es noch mehr Informationen über Iohaan geben, aber fürs Erste genießt einfach unser neues Video. Teilen und Liken nicht vergessen ;-P



Wir sagen lieb Danke an Kevin MacLeod für sein Musikstück "Artifact - The Dark Contenent" und weisen darauf hin, dass es der "Creative Commons Attribution" Lizenz unterliegt.
Quelle: incompetech.com/music/royalty-free/index.html?isrc=USUAN1100324
Interpret: incompetech.com

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