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17. - 18. November 2018


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Freigeschaltet am 13.11.18 18:46  
Fuck yeah, nochmal!
Hallöchen, alle zusammen! Da wir aktuell mitten in den Vorbereitungen für die Vienna Comic Con stecken, kamen wir mit unserem Comic diese Woche noch nicht sehr viel weiter. Stattdessen haben wir Wundertüten vorbereitet und uns um ein paar organisatorische Dinge gekümmert.

Noch ist unsere "Wohin Du Willst" Produktpalette recht schmal, aber mit dem weiteren Voranschreiten der Geschichte wird sie nach und nach erweitert. Was wir euch dieses Wochenende auf der Vienna Comic Con zu bieten haben, ist der "Fuck Yeah!"-Kalender für 2019, bei dem wir eingeladen wurden, eine Seite zu gestalten. Wir haben uns sehr darüber gefreut und gleich die Gelegenheit beim Schopfe gepackt und ein Motiv mit Gnoghs beiden Schützlingen Ayasha und Mira gezeichnet. Wuiiih! Ich kann's kaum noch abwarten, bis die beiden Mädels endlich in der Story auftauchen! Sind sie nicht schnuckelig?



Vier Kalender können bei uns am Künstlertisch erworben werden. Ein paar weitere coole Sachen stellen wir euch am Donnerstag vor und dann geht es schon ab nach Wien!

Liebgrüßele und biszubald
Eure Xenia und Johannes
(alias Adroth und Shin)


Freigeschaltet am 07.11.18 11:52  
Wir sind zurück!
Hey da, ihr lieben Menschens! Wir sind zurück und haben die Arbeit an "Wohin Du Willst" wieder aufgenommen. Wir haben einen überaus chaotischen November hinter uns und sind sehr froh darüber, uns wieder auf unseren Comic fokussieren zu können. Wir danken unseren Familien und allen unseren Freunden, die uns bewusst oder auch unbewusst durch einen sehr schwierigen, teilweise haarsträubenden Monat gebracht haben. Ein herzliches Dankeschön geht auch an euch, liebe geduldige Leser: hoffentlich freut ihr euch genau so sehr auf die neuen Seiten, wie wir es tun!

Da wir es in unserer aktuellen Situation nicht mehr schaffen, eine Seite in der Woche zu veröffentlichen, werden wir euch jeden Dienstag- und Donnerstagabend darüber informieren, wie weit wir mit der aktuellen Seite vorangeschritten sind. News zu "Wohin Du Willst" erscheinen dagegen unregelmäßig - je nachdem, ob es tatsächlich was Spannendes oder Wichtiges zu sagen gibt. ;-)

Gerade arbeiten wir an dem Hintergrund des zweiten Panels der neuen Seite. Sieht doch schon ganz gut aus, oder?

Oh, man - es tut so gut, wieder hier zu sein!

Danke, ihr lieben und bis Donnerstag
Eure Xenia und Johannes
(alias Adroth und Shin)


Freigeschaltet am 01.10.18 03:32  
Let's fuck things up
Seid ihr Fans der politischen Korrektheit? Wir auch nicht. Deshalb starten wir feierlich in den Fucktober, sagen NEIN zu allen Challenges, die diesen Monat anstehen und stellen euch stattdessen die wohl bekannteste und beliebteste Band Altatrans vor: "Anti Social Justice Warrior".

Nun fragt ihr euch sicherlich, weshalb wir plötzlich mit so 'nem Scheiß anfangen. Wir sind doch so lieb und handzahm - wozu einen Aufstand anzetteln? Ganz einfach: im Verlauf dieses Jahres, doch ganz besonders in den letzten paar Monaten, sahen wir uns gezwungen, uns mit dem zunehmenden Fanatismus der Social Justice Warriors und der damit einhergehenden Stumpfheit auseinander zusetzen. Dabei haben wir festgestellt, dass das Letzte was wir für unseren "Wohin Du Willst" Comic wollen glatt geleckte Charaktere und ein perfektes Universum voller Blümchen und Feenstaub sind.

Besonders für die Welt von Altatran ist eine gewisse "Fuck off" Einstellung sehr wichtig. Da der Planet in den letzten Jahrhunderten von einer Welle interstellarer Zufallsreisender und Flüchtlinge regelrecht überflutet wurde, benötigen die Altatraner ein gesundes Maß an Konsequenz, um ihre Gesellschaft auch in Zukunft am Laufen halten zu können. Kein Wunder also, dass eine Band wie "Anti Social Justice Warrior" besonders gut bei der breiten Masse der alteingesessenen Anwohner von Altatran ankommt.

Die Band setzt sich zusammen aus dem Frontmann Frey (eine Nuklera), dem Lyrics schreibenden Engländer (angeblich aus England), dem Bassisten Tjark (ein Troll), der Schlagzeugerin Meenakshi (eine Pan), der Synthesizerin Gerta (eine Fee) und dem Backgroundsänger Gallert (Alienrasse noch nicht ganz klar).
Die Lieder der "ASJW" enthalten oft Beleidigungen und Botschaften wie: "Kümmere Dich um Deinen eigenen Kram", "Du bist nichts Besonderes", "Heul' nicht rum" oder "Du gehst mir am Arsch vorbei".

In Zukunft planen wir ein paar Tracks rauszubringen - wann genau steht aber noch in den Sternen. Fest steht allerdings, dass die Band "ASJW" ein wichtiger Bestandteil von "Wohin Du Willst" werden wird und darauf freuen wir uns schon jetzt.

Die einzelnen Bandmitglieder werden wir euch zum gegebenen Zeitpunkt noch vorstellen - ihr dürft gespannt bleiben! Für heute lässt Frey mit einem freundlichen "Fickt euch" lieb grüßen. Over and out!



Freigeschaltet am 28.08.18 21:19  
Haltlos
Hallo ihr Lieben, Adroth hier. Wie sagte mal ein kluger Mann? "Pack' Dein Publikum in den ersten zehn Minuten, dann fragt keiner mehr nach der Logik."

Nun geht es mir hier gar nicht wirklich um Logik – viel mehr schreibe ich mir wieder ein paar Dinge von der Seele. Es ist eine Dokumentation, die mit zu meiner Arbeit an "Wohin Du Willst" gehört und gleichzeitig ist es auch eine Art Therapie. Wer kein Bock hat, meinen Psychiater zu mimen, kann sich gern das Video anschauen und weiterziehen. Wer mehr über die Hintergründe des Motivs "Haltlos" erfahren möchte, kann unterhalb des Videos weiter lesen. Ganz gleich, wie ihr euch entscheidet – ich wünsche euch viel Spaß.



Als Shin und ich mit "Wohin Du Willst" durchstarteten, erwarteten wir nicht, dass alles nach Plan verläuft oder von vornherein perfekt funktioniert. Tagtäglich stehen wir vor neuen Herausforderungen, aber das ist das Tolle an unserem Comicprojekt – um weiter zu kommen, müssen wir immer wieder über unsere eigenen Schatten springen, und glaubt uns: das ist ein sehr spannender Prozess.

Oft ist die Arbeit an "Wohin Du Willst" inspirierend und bereichernd, an manchen Tagen frustrierend, gelegentlich zum Ausrasten, manchmal zum Lachen und manchmal zum Heulen und bei solch einer reichen Palette an Gefühlen steht es außer Frage, dass man mit dem gesamten Herzen an den Charakteren und ihren Schicksalen hängt. Wer wachsen will, muss leiden – wo sonst würden wir unsere Lebenserfahrung hernehmen? Wie könnten wir andernfalls über die Dinge schreiben, die Reaktionen in uns und anderen auslösen; die uns berühren und beschäftigen? Ein Projekt, das einem so nahe geht, bietet gute Orientierung – die Ziele sind klar. Allerdings werden auch die Hochs und die Tiefs extremer: bei Erfolg verspürt man Anflüge von Euphorie, die Niederlagen dagegen sind um so niederschmetternder. Gelegentlich steht man sogar vor einem Abgrund und muss sich entscheiden eine Brücke zu bauen, drüber zu springen oder sich fallen zu lassen.

Manchmal wird man auch hineingestoßen.

Gnogh ist einer meiner absoluten Lieblinge. Ich liebe ihn so f*cking sehr, aber es ist nicht immer einfach, mit ihm zusammenzuarbeiten. An manchen Tagen tut es regelrecht weh – ganz besonders, wenn man sich mit seiner Vergangenheit auseinandersetzen muss.
Manche von euch dürften ihn aus unserer "Salz Lolly"-Comicreihe kennen, die im Hier und Jetzt spielt und im Grunde verspricht, dass alles gut wird. Allerdings ist der Weg noch lang und Gnogh wird gezwungen sein, ihn zu gehen. Ich würde ihn am liebsten direkt auffangen und ihm sagen, dass er es geschafft hat – aber dann wären wir schon am Ende von "Wohin Du Willst" – Wir aber stehen noch ganz am Anfang unserer Reise.

Im Grunde haben Shin, Gnogh und ich den gleichen Weg – wie könnten wir uns denn auch jemals wieder voneinander trennen? Scheinbar ist dieser Weg fiktiv, aber auch in der Realität muss er gegangen werden: Tag für Tag, Zeichnung für Zeichnung, Seite für Seite. Und dieser Weg ist verdammt steinig, selbst wenn man ihn gerne geht. Auch die schönste Reise kann ermüden. Was tun, wenn man schlichtweg nicht mehr kann? Anhalten, ein wenig verschnaufen und über die Meilen nachdenken, die man bereits zurückgelegt hat.

Das Motiv "Haltlos" sollte ursprünglich für eine Anzeige verwendet werden. Man könnte sagen, dass mich vor zirka einem Monat etwas aus dem Jahr 2017 eingeholt hatte und das nicht zwingend auf eine angenehme Art und Weise. Letztes Jahr hatte ich für einen Verein ein Sammelband mit Geschichten gelayoutet und illustriert: sehr viel Aufwand für sehr wenig Geld, da das Projekt nicht darauf ausgelegt war, Profit zu erbringen. Nur die entstandenen Kosten sollten mit dem Geld, das beim Verkauf der Bücher eingenommen wurde, abgedeckt werden.
Die Illustrationen waren in meinem Honorar nicht inbegriffen. Ich hatte die extra Arbeit freiwillig auf mich genommen, um die vielen leeren Flächen im Buch zu verschönern, die sich all zu oft bei den Übergängen von einer zur anderen Kurzgeschichte gebildet hatten. Zudem war im Gespräch, dass bei einem erneuten Druck des Buches auch für mich wieder etwas Geld drin sein würde. Warum also nicht das Endprodukt so gestalten, dass die Leute auch Lust bekommen, es nachzudrucken?

Vor einem Monat war es dann soweit – von dem Buch soll in absehbarer Zeit eine weitere Auflage erscheinen. Nach einem Gespräch mit einer lieben Freundin, die mir den Job ursprünglich besorgt hatte, wandte ich mich an den zukünftigen Neuverleger des Buches und fragte den Verlagschef, wie es denn mit einer kleinen Gewinnbeteiligung pro Buch wäre: Ich hätte mich selbst auf mickrige Centbeträge eingelassen – denn Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist. Doch ich wurde abgeschmettert. Der Verleger müsse alle Daten kostenlos bekommen, hieß es, da er ja mit dem Nachdruck des Buches ein zu großes Risiko eingehen würde. Die Antwort machte nur wenig Sinn, hatte ich doch vorgeschlagen eine Gewinnbeteiligung pro verkauftes Exemplar zu erhalten. Stattdessen bot mir der Verlagschef an, eine einmalige Anzeige in einer Fachzeitschrift zu schalten, die monatlich in ihrem Hause erscheint. Ihr vermutet richtig: mit Comics, Fantasy oder Sciencefiction hat diese Fachzeitschrift so viel zu tun, wie Scheiße mit Schokolade (Okay, es gibt da tatsächlich eine Verbindung zwischen Scheiße und Schokolade, aber die ist nicht sonderlich appetitlich...).

Da ich niemandem Steine in den Weg legen wollte, ließ ich mich zähneknirschend auf den Vorschlag ein, allerdings nur unter der Bedingung, dass auch in dem Buch, welches ich gesetzt und illustriert hatte, eine Anzeigenseite von mir mit drin sein würde. Da mischte sich natürlich auch der Verein mit ein, aber ich erhielt dann doch die Erlaubnis, eine Anzeige für das Buch zu gestalten.

"Alles gut", dachte ich mir: "Damit kann ich arbeiten."

In kürzester Zeit entstand so der Entwurf von "Haltlos" und langsam freundete ich mich mit dem Gedanken der Anzeigenschaltung an. Irgendwann empfand ich es sogar als deutlich sinnvoller für unser Herzensprojekt: Geld ist Geld, aber eine Anzeige, die könnte andere auf unseren Comic aufmerksam machen – und das ist toll! Ich entwickelte regelrecht eine kindliche Vorfreude und konnte es nun kaum abwarten, schon bald ein frisch gedrucktes Buch aufschlagen zu können und darin unsere "Wohin Du Willst" Anzeige vorzufinden. Wie GEIL ist DAS denn?

Doch trotz aller Vorfreude blieb ich skeptisch. Bei all den E-Mails und Telefonaten glaubte ich zwischen einzelnen Zeilen herauszuhören, dass die Anzeigenschaltung trotz der Erlaubnis des Vereins immer noch gekippt werden könnte und entschied deshalb, das Motiv so zu gestalten, dass ich auch außerhalb des Buches Verwendung dafür haben würde.
Ursprünglich war das Motiv im selben Stil wie die Illustrationen im Buch geplant: eine Strichzeichnung in Graustufen sollte es werden. Auf den letzten Drücker entschied ich mich aber, den eigentlichen "Wohin Du Willst" Zeichenstil zu verwenden und die Illustration farbig anzulegen. Das Bild im Nachhinein in eine Graustufengrafik umzuwandeln wäre ja sowieso easy-peasy. Die farbige Illustration könnte ich aber in Zukunft auch für Plakate und Flyer verwenden. Zudem entschied ich mich dazu, den Entstehungsprozess des Motivs aufzuzeichnen. Man kann ja nie wissen, wann man wieder ein Speedpaint-Video braucht.



Vernünftige Entscheidungen, wie sich später herausstellen sollte.

Doch zuerst flog mir die erste "Wohin Du Willst" Anzeige volle Granate um die Ohren. Der Verein lehnte sie ab mit der Begründung, dass der Stil der Illustration nicht zum Buch passen würde und wir einigten uns darauf, dass ich das Bild an die Illustrationen im Buch anpassen würde. Damit war der Verein einverstanden – oder zumindest hatte ich das so verstanden. Mittlerweile war ich schon etwas angefressen und fühlte mich verarscht. Kurzzeitig überlegte ich mir sogar, dem Verein und dem Verleger mitzuteilen, dass sie alle meine Illustrationen aus dem Buch entfernen sollen und mich einfach nur noch mit ihrem Scheiß in Ruhe lassen.

Aber ich bin ja ein geduldiger Mensch. Nicht immer. Wahrscheinlich sogar weniger oft, als ich es mir eingestehen will… Aber manchmal bin ich auch zu geduldig.

Ich erstellte eine Abwandlung des Motivs. Die erste Illustration diente mir als Vorlage, was mir sehr dabei half, schneller vorwärts zu kommen. Nicht mehr ganz so zufrieden mit dem Bild, nun allerdings der Überzeugung, dass der Erscheinung der "Wohin Du Willst" Anzeige im Buch nichts mehr im Wege stehen dürfte, versendete ich die fertige Druckdatei an den Verleger und setzte den Vereinsvorsitzenden in Kopie.



"So", dachte ich: "Cool." Und freute mich.
Blöd nur, dass ich dann wieder eine Watsche kassierte.

Einen Tag nach dem Versand der überarbeiteten Anzeige erhielt ich einen Anruf: nun erklärte man mir seitens des Vereins, dass die Anzeige nicht nur optisch, sondern auch inhaltlich hätte zum Buch passen sollen (und wir reden hier von einem sehr speziellen Thema – wie gesagt: Scheiße und Schokolade und so...).
Ich erklärte, dass es für mich gar keinen Sinn macht, Werbung für etwas zu machen – nun ja – was ich schlicht weg nicht mache. Das wäre wie… wenn ich Flugzeuge verkaufe, aber Werbung für Autos schalte. Offenbar erwartete man aber von mir, das ich zwar Werbung für meine Arbeit mache, sie aber dabei gar nicht bewerbe, weil sie thematisch nicht zum Buch passt.

Paradox.
Ich reagierte mit völligem Unverständnis.
Dann mit Entrüstung und Ablehnung.

Schließlich verkündete ich, dass ich aufgebe. Ich erklärte, dass ich die Anzeige nicht nochmal überarbeiten würde. Der Verein solle die Sache einfach vergessen. Ich würde mich in Zukunft aus dieser ganzen Buchgeschichte raushalten und sie sollen mich einfach nicht mehr damit behelligen.

Dann legte ich den Hörer auf und heulte erst einmal eine Runde.
Ich war extrem enttäuscht.

"Irgendwie passend", dachte ich mir im Nachhinein, als ich einen Blick auf den Anzeigenentwurf warf, der immer noch an meiner Wand hing: "Nun haben sie mich einfach fallengelassen. Wir werden wohl beide nicht besonders weich landen, mein Guter. Vielleicht beim nächsten Mal."

Ich erinnerte mich leicht verbittert an die Vereinsveranstaltung zur Neuerscheinung des Sammelbandes, zu der ich Ende 2017 eingeladen wurde. Ich dachte an all die Vereinsmitglieder, die an meinen Tisch gekommen waren, ihre Begeisterung über die Gestaltung des Buches äußerten, in hohen Tönen von den Illustrationen sprachen und mich sogar darum baten, ihnen kleine Zeichnungen in ihre Buchexemplare reinzuscribbeln. Viele alte, knarzige Männer waren dabei und ich fand das irgendwie süß; fast schon rührend. Und nun war es von meiner Seite aus zu viel verlangt, mir eine Seite Platz in dem Buch zu gönnen, an dem ich so lange gearbeitet hatte und für die sie hätten keinen einzigen Cent zahlen müssen.

So sind Menschen manchmal.
Aber zum Glück nicht alle.

Mittlerweile habe ich wieder mit meiner Freundin gesprochen. Als ursprünglich wichtiger Unterstützer des Buchprojektes versprach sie mir, dass sie sich um eine kleine finanzielle Entschädigung kümmern wird. Noch wichtiger ist, dass sie mir ihre Hilfe beim Bewerben und Puschen von "Wohin Du Willst" zugesichert hat und mir zudem ein paar nützliche Kontakte zukommen ließ, die in Zukunft für Shins und meine Arbeit relevant sein könnten. Das schätze ich so an ihr und ich bin ihr auch sehr dankbar dafür, dass sie sich so für unser Projekt einsetzt.

Trotzdem bin ich extrem enttäuscht – hatte ich mich doch mittlerweile sehr auf die Anzeigenschaltung gefreut. Nun gut. Jetzt ist der Dampfer abgefahren und man muss wieder nach vorne blicken.

Dem Verein nehme ich seine Aktion allerdings sehr übel. Nach dem überwältigenden positiven Feedback seitens seiner Mitglieder hatte ich mit so viel Kratzbürstigkeit und Starrsinn nicht gerechnet. Aber, okay. Niemand hatte mich gezwungen die Illustrationen für das Buch zu machen – auch wenn sie beim Verein sehr gut angekommen sind.

Jetzt allerdings kommt die gute Nachricht: Der Verlag hat zwar meine Erlaubnis, die Illustrationen im Buch drin zu lassen, aber auch ich kann damit immer noch anstellen, wozu ich Lust habe. Deshalb habe ich nach Absprache mit Shin beschlossen, dass in Zukunft die ganze Welt die besagten Bilder frei verwenden darf.
In den kommenden Wochen werden Shin und ich uns um einen Karrakula Pixabay-Account kümmern, wo wir jede einzelne Illustration, die extra für das Buch erstellt worden war, hochladen werden. Ihr könnt euch unseren Account gern schon mal vormerken – ein ausführlicher Blogeintrag darüber folgt aber noch.

Vielleicht bin ich nachtragend, aber das ist die einzige Möglichkeit, wie ich mit dieser Situation doch noch schulterzuckend abschließen kann: Wenn der Verlag und der Verein meine Illustrationen für ihr Buch frei verwenden wollen, können sie das gerne tun – genau wie der Rest der Welt.

Abschließend kann ich aber getrost sagen: Trotz all dem Hickhack, den ich wegen der Anzeige durchmachen musste, sehe ich auch all das Positive, das daraus erwachsen ist. (1.) Ich hatte einen vernünftigen Grund Gnogh zu zeichnen – und ich kann nicht beschreiben, wie sehr ich es aktuell vermisse ihn zu zeichnen! (2.) Shin und ich haben eine Plakatvorlage geschaffen, die wir nun nutzen können, um "Wohin Du Willst" zu bewerben – dazu später mehr. (3.) Wir wollten schon seit einer ganzen Weile einen Pixabay-Account einrichten – nun haben wir endlich Inhalte, die wir darauf bereitstellen können. (4.) Parallel zu allem ist ein neues Speedpaint-Video entstanden, in dem ich mich wieder etwas an die Digital-Doll-Animation herangetastet habe und endlich diesen vermaledeiten Überbelichtungsfehler ausmerzen konnte, der in jedem zuvor hochgeladenen Video auftaucht. (5.) Ich liebe das Musikstück "Why We Lose" von Cartoon und ohne das Motiv "Haltlos" hätte ich es vermutlich niemals gefunden. Es passt einfach so perfekt zu "Wohin Du Willst"! Wenn wir mal einen Soundtrack herausbringen sollten, dann wird das Stück definitiv mit dabei sein, denn mit den wenigen Worten, die der Sänger von sich verlauten lässt, spricht er mir irgendwie aus der Seele. Die Botschaft, die ich persönlich in dem Lied erkenne, ist: Es gibt für alles einen Grund – allerdings haben wir es in der Hand, das Beste aus unserer Situation zu machen. Scheiße, man. Ich liebe dieses Lied. Ich liebe es. So. Unglaublich. Sehr.

Jetzt aber aus reinem Interesse: Wie würdet ihr mit dieser ganzen Anzeigen-Situation umgehen?


Freigeschaltet am 26.08.18 08:17  
Speedpaint "Michi" für die
Aktion "Comic-Touri-Gruppe"
Auch wenn die Seite Nummer 8 unseres Comics schon (und endlich) vor ein paar Tagen online erschienen ist, halten wir uns an unser Versprechen und setzen die Charakterzeichnungen der einzelnen Teilnehmer der Touristengruppe auf dem Schloß Heidecksburg fort. Heute ist die Michi dran, und ich möchte mich herzlich dafür bedanken, dass sie vor ein paar Wochen auf picarto.tv/karrakula dazugeschaltet hatte und wir uns so etwas näher kennenlernen konnten. Liebe Michi, ich hatte unbeschreiblich viel Spaß von Dir zu lesen und mit Dir zu sprechen und danke Dir für die Ideen, die Du zu der Entstehung Deines Comiccharakters beigetragen hast.

Auf der Suche nach einer schönen mittelalterlichen Melodie oder einem Musikstück aus den Bereichen Rock oder Metal zur Untermalung unseres Speedpaint-Videos sind wir auf die YouTuberin "Qelric" gestoßen, die nicht nur Gamereviews und Playthroughs veröffentlicht, sondern auch wunderbare Musik macht. Als ich ihr Musikstück "Know Me" zum ersten Mal hörte, erinnerte ich mich an meine Ausbildungszeit und wie ich mir das Computerspiel "Vampire: The Masquerade – Bloodlines" "verdient" hatte, indem ich vom Haus meiner Eltern aus zum Thüringen-Park in Erfurt geradelt war (immerhin ganze 18 Kilometer in nur eine Richtung), um zum einen kein Geld für die Bahn ausgeben zu müssen (was meine Wartezeit auf den Kauf des Spiels locker um eine Woche verlängert hätte – undenkbar!) und zum anderen meine Anschaffung vor meinen Eltern zu verheimlichen. Zwar war ich damals schon über 18, war aber immer noch nicht besonders gut darin, meinen Ellies zu widersprechen und ich war fest davon überzeugt, dass sie meinen Kauf nicht gutheißen würden. Da ich kein Bock auf Diskussionen hatte, musste ich das Spiel halt heimlich besorgen. Logisch, oder?

Auch Shin segnete das Musikstück sofort ab. "Hört sich nach Bloodlines an", meinte er: "Klingt gut und hat ein entspanntes Tempo." Nun hoffen wir natürlich auch, dass Dir der Track ebenfalls zusagt, liebe Michaela. :-) Und jetzt wünschen wir viel Vergnügen beim Schauen!



PS: Die Rüschen sind doch wohl hübsch geworden, neh?


Freigeschaltet am 01.08.18 12:45  
Wenn man Pläne schmiedet.
Tach auch, ihr Lieben - Adroth hier.

Wie war das noch mal mit den Plänen? Ach ja, genau: wie ihr es mit Sicherheit schon festgestellt habt, kommen wir aktuell nur sehr sehr schleppend mit "Wohin Du Willst" voran. Dies hat viele Ursachen, aber vor allen Dingen spielen unsere gegenwärtige "kleine" Finanzkrise und die damit einhergehenden Verdrängungstaktiken meinerseits bei den Verzögerungen eine gewichtige Rolle.

Ich weiß: Verdrängung ist nicht gut. Aber wenn ich aktuell um 2 Uhr Morgens aufwache und nicht mehr einschlafen kann, weil sich meine Gedanken unaufhörlich im Kreis drehen, dann sind ein paar Stunden Pokémon Go am Tag genau das Richtige, um sich die Beine zu vertreten, etwas Frische Luft zu schnappen und seine Sorgen für kurze Zeit zu vergessen. Ein paar Stunden jeden Tag, die ich länger an "Wohin Du Willst" arbeiten könnte - aber ich fühle mich erschöpft und es fehlt mir einfach die Konzentration.

Am Wochenende hatten wir uns mit unseren lieben Freunden Steffi und Manu getroffen, mit denen wir einen unbeschwerten Abend verbrachten, an dem ich etwas Kraft schöpfen konnte. Nun wird es endlich wieder Zeit, den Stier bei den Hörnern zu packen und all die verdrängten Probleme, die mit meiner Freiberuflichkeit, und dem vergangenen und dem aktuellen Jahr zusammenhängen, nach und nach zu lösen. Es wird viel Zeit kosten - aber nun habe ich meine Ängste endlich wieder im Griff und werde nicht länger von ihnen ausgebremst.

Gestern hatte ich mich am Abend mit meiner Freundin Olga getroffen. Etwas zusammengesunken erklärte ich ihr, dass es mich frustriert, dass Shin und ich in den letzten Wochen nicht so richtig weitergekommen sind mit "Wohin Du Willst". "Immerhin habt ihr das Projekt schon gestartet", sagte sie breit lächelnd: "Es sind bereits ein paar Seiten online und ihr habt sehr viele Sachen vorgearbeitet."

Stimmt. Manchmal vergisst man, was man bereits erreicht hat. Nur weil man das Gefühl hat, dass es nicht so richtig weiter geht, heißt es nicht, dass man ganz und gar stehen geblieben ist... Wir haben gerade mit ein paar Problemen zu kämpfen, die unsere Zeit und unsere Nerven kosten, aber wir sind immer noch hier - und irgendwie machen wir immer noch weiter und solange das der Fall ist, ist das Tempo geradezu irrelevant.

Ich bin mir noch nicht sicher, wie viel ich heute noch schaffen kann. Vermutlich werde ich wie auch schon die letzten Tage um 23:00 Uhr ermüdet ins Bett fallen und es nicht packen, endlich mal wieder eine Nachtschicht einzulegen. Ich werde noch ein paar Tage (vermutlich sogar eine ganze Woche) vorrangig damit beschäftigt sein, das Chaos zu beseitigen, das in meinen Unterlagen herrscht und ich werde versuchen, eine klare Wochen-Struktur auszuarbeiten, damit zwischen all den geschäftlichen Dingen immer noch genug Zeit für Familie, Freunde und "Wohin Du Willst" bleibt.

Vielleicht schaffen Shin und ich es diese Woche sogar, eine neue Comicseite fertigzustellen. Das würde mir persönlich eine große Freude bereiten...

Also, Leutze - bis bald.
Eure Adroth


Freigeschaltet am 20.07.18 16:52  
Speedpaint "Jens" für die
Aktion "Comic-Touri-Gruppe"
Wie viele von euch bereits wissen, haben wir letzte Woche eine Auslosung durchgeführt, bei der fünf Leute gezogen wurden, die auf den kommenden Seiten von "Wohin Du Willst" als Comiccharaktere auftauchen werden.

Mit Jens haben wir begonnen und neben einer groben Charakterskizze auch ein Digitalbild von ihm gezeichnet, bei dem wir die genauen Farben und ein paar zusätzliche Details festgelegt haben. Nun ist sein Comiccharakter bereit, zu der Touristengruppe auf dem Schloß Heidecksburg dazuzustoßen.

Den gesamten Prozess haben wir natürlich brav aufgezeichnet und aus dem dabei entstandenen Material ein Speedpaint-Video zusammengeschnibbelt. Jens, wir hoffen, das Endergebnis gefällt Dir! Da Du in einer Deiner Nachrichten das Lied "Das Model" von Kraftwerk erwähnt hast, haben wir uns gleich mal davon inspirieren lassen und ein Musikstück für Dein Video ausgewählt, dass an die Elektro-Tracks der 80er Jahre angelehnt ist. Viel Spaß beim Schauen!



PS: Jens zeichnet im übrigen auch ziemlich coole Comics und hat einen Facebook und einen Instagram Account, bei denen ihr unbedingt mal vorbeischauen solltet! Einfach die Links im Text klicken oder nach "Comicstipp" suchen - traut euch.

PPS: Wir danken Augusto von "Greynote Music" für die kostenlose Bereitstellung seines wunderbaren Musikstücks "Retro in Seoul". Mehr von Augustos Arbeit findet ihr auf seiner Seite greynotemusic.com und unter soundcloud.com/greynote-music


Freigeschaltet am 25.06.18 00:30  
Speedpaint #004
Katzenecke
Wir arbeiten mit Hochdruck an der nächsten Seite von "Wohin Du Willst" und hoffen, dass wir sie bis Dienstag fertigstellen können. Um die Wartezeit etwas zu verkürzen, haben wir für euch ein neues Speedpaint-Video vorbereitet, bei dem wir unsere Arbeit an einem der Comic-Panels festgehalten haben. Wir wünschen viel Spaß beim Schauen!



Wir danken Jay Man für sein Musikstück "Sneaky". Mehr coole Musik findet ihr auf seiner Webseite unter OurMusicBox.com oder auf seinem YouTube-Channel.

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